Sonntag, 23. September 2012

Zé Povinhos Teilerfolg

Zé Povinho
Foto Wikipedia
mit Klick drauf zum Artikel

Da regt sich doch ein wenig Stolz im portugiesischen Teil meiner Brust, dass es meinen Landsleuten gelungen ist (wie, erklärt Uhupardo besser als ich), den Herrn Coelho dazu zu bringen, seine bisher absurdeste Geldbeschaffungsmaßnahme (die Erhöhung der Sozialabgaben um 7 %) vorerst auszusetzen und "Alternativen zu suchen". Es ist nur zu hoffen, dass er diese Alternative nicht wieder beim schwächsten Teil der Bevölkerung findet. 

Das ist das eine - dass unsere Regierung bisher zur Zufriedenstellung der Troika und zum Ausbau des Images als Musterknabe praktisch ausschließlich auf Zé Povinho*) zurückgreift. Das andere ist: warum ist eigentlich alles so, wie es ist? 

Donnerstag, 20. September 2012

140 kg abgenommen - oder: es begann in Torquay

Seit bald 40 Jahren mache ich im Schnitt so alle 2 Jahre eine Diät oder Nicht-Diät *) (manchmal mehrere pro Jahr), das ergibt bisher 20 Diäten. Mir kommt es mehr vor - gefühlte 100. Wie dem auch sei, bleiben wir bei den 20, bei denen ich jeweils durchschnittlich 7 kg abgenommen habe. Also insgesamt ca. 140 kg. Mindestens. Mich dürfte es demnach nicht mehr geben. Fast zweimal nicht. Anders gesehen: wenn ich nie abgenommen hätte, gäbe es mich jetzt dreimal. Gewichtsmäßig. Ich würde über 200 kg wiegen!

Sonntag, 16. September 2012

Störche Störche Störche


Was mir da vor ein paar Tagen zufällig hinter der Neuen Brücke nach Portimão (Algarve, Portugal) in der Flussmündung des Arade vor die Linse geraten ist, will ich euch nicht vorenthalten: Störche, soweit das Auge reicht.

Ich nehme an, dass sie sich zum Abflug Richtung Afrika versammeln. Wobei jedoch auch immer mehr dieser wunderschönen Vögel das ganze Jahr über hier bleiben. Oder täusche ich mich und das sind vielleicht diejenigen, die aus dem Norden kommen und hier überwintern, während "unsere" gen Süden ziehen?  Hier gibt es etwas Hintergrundinformation über Meister Adebar. 


Und jetzt mein Schnappschuss, auf den ich wirklich ein wenig stolz bin:

Donnerstag, 13. September 2012

Feigen aus Indien

Ja, "figos da Índia" so heißen die Kaktusfeigen hierzulande. Lateinisch Opuntia ficus indicaSo beladen mit Früchten wie in diesem Jahr war das Exemplar in meinem Garten noch nie.


Dienstag, 11. September 2012

Was ist ein Gromolo?


Da bin ich doch gerade auf einen fast vergessenen Leckerbissen gestoßen - für mich selber und für meine Auslandschweizerfreunde  und natürlich für alle Sprachfreaks, ob Profis oder Laien - ganz besonders für die Mundartliebhaber. Aber auch alle anderen Leser/Innen werden ihren Spaß  daran haben.

Ds Totemügerli schteit sogar ir "Wikipedia": 

Samstag, 8. September 2012

Portugal: wer nichts hat dem wird genommen

Gerne wollte ich etwas zu diesem Thema schreiben. Ich kann es mir sparen, denn besser als im nachstehen Beitrag kann ich es nicht. Um den ganzen Originalartikel bei Uhupardo zu lesen, einfach auf das Bild klicken.

Portugal senkt im Handstreich die Löhne aller Bürger des Landes

 

Mittwoch, 5. September 2012

bacalhau com todos oder: stockfisch peinlich

Das Wort "Bacalhau" sah ich erstmals  im Jahre 1976 auf der Menu-Karte des - damals - noblen Grill-Restaurants im - damals -  hippen Hotelkomplexes Torralta in Alvor.  Ich fragte, was das sei. "Peixe" (peisch) - antwortete der Kellner.

Ok - ich bestellte und freute mich drauf - denn eins hatte ich in meinem bis dahin erst kurzen Aufenthalt im Algarve gelernt: nirgendwo gibt es besseren und frischeren Fisch als hier. 

Das Gericht wurde mir serviert. Der Fisch sah allerdings irgendwie komisch aus. Ich probierte - er war sehr faserig, ziemlich salzig und schmeckte auf jeden Fall nicht wie frischer Fisch. Deshalb rief ich den Kellner und teilte ihm allen Ernstes und ziemlich schnippisch mit, dass der Fisch nicht frisch sei. Er schaute mich ein wenig seltsam an, schon, aber er brachte mir anstandslos eine gegrillte Seezunge.

Freitag, 31. August 2012

Armensteuer

Wusstet ihr, dass eine "Armensteuer" von 0,05 % (das heißt im Klartext der lächerliche Betrag von 5 Cent pro 10'000 Euro!!!) und zwar in Form einer Umsatzsteuer ausschließlich auf Finanzgeschäften, Einnahmen von über 100 Milliarden Euro bringen würde, die helfen könnten, Armut und Hunger in der Welt zu bekämpfen? Dieser kleine "Sketch" mit Heike Makatsch und Jan Josef Liefers bringt es auf den Punkt:

Freitag, 24. August 2012

wie schrecklich ist Deutsch?


Ich gehe davon aus, dass Sprachprofis diesen Text irgendwann in ihrer Lehrzeit gelesen haben. Für alle andern, ganz besonders für Menschen deutscher Muttersprache, die gerade eine Fremdsprache lernen, zum Beispiel Portugiesisch ;), und sich darüber ärgern, dass da alles so "verdreht" und dass Deutsch doch viel leichter sei, dient er hier als klarer Beweis für das Gegenteil.

Wobei ich selber - wohlgemerkt - Deutsch selbstverständlich nicht für schrecklich halte, ganz im Gegenteil. Ich kann aber nachempfinden, wie es Ausländern so geht, wenn sie unsere Sprache lernen. Mark Twain hilft dabei. Der Text ist ein wenig lang - aber es lohnt sich!



Die schreckliche deutsche Sprache

"...oder warum Mark Twain die deutsche Sprache hasste..."

Ein bisschen Bildung macht alle Welt verwandt.
Sprüche 32,7
Ich ging oft ins Heidelberger Schloss, um mir das Raritätenkabinett anzusehen, und eines Tages überraschte ich den Leiter mit meinem Deutsch, und zwar redete ich ausschließlich in dieser Sprache. Er zeigte großes Interesse; und nachdem ich eine Weile geredet hatte, sagte er, mein Deutsch sei sehr selten, möglicherweise ein „Unikat“; er wolle es in sein Museum aufnehmen.

Montag, 6. August 2012

Feigen

Die Feigen sind reif. Nach mehreren missglückten Versuchen, einen eigenen Feigenbaum zu ziehen, haben wir vor ein paar Jahren endlich die richtige Stelle im Garten gefunden. Und, nachdem wir letztes Jahr schon ein paar Feigen ernten konnten, beschert uns das kleine Bäumchen dieses Jahr eine unerwartete Fülle dieser köstlichen, saftigweichen süßen Früchte, die wir jetzt wochenlang genießen können.

Freitag, 3. August 2012

mondsüchtig

Ich liebe den Mond. Vor allem den Vollmond. Obwohl er gewissen lieben Leuten derart zusetzt, dass ich ihn eigentlich fürchten müsste ;). 

Trotzdem liebe ich ihn, fürchte nur die Auswirkungen... Auch wenn die von Wissenschaftlern als Ammenmärchen abgetan werden.

Hier ein kleiner Querschnitt durch die Trophäen meiner nächtlichen und frühmorgendlichen Mondjagden mit dem Fotoapparat:

Dienstag, 31. Juli 2012

zu heiß zum Schreiben

Zu heiß zum Schreiben. Besser gesagt, zum Denken. Aber ich glaube fast, dann ist es besser, nicht zu schreiben :).  Aber keine Angst, ich komme wieder


Dienstag, 10. Juli 2012

Ägypten (vor der Revolution)




Zur Abwechslung wieder einmal ein paar Fotos: 


Ein paar persönliche Impressionen aus einem Ägypten-Urlaub. Wie immer lasse ich die Fotos von Monumenten und touristischen Sehenswürdigkeiten in der Kiste - davon gibt es im Internet zur Genüge und viel professionellere als meine. 

Sonntag, 8. Juli 2012

deutsch für dummies?

Nein, ich gehöre nicht zu denjenigen, die am liebsten alle 'ie'-regeln, h-laute zur verlängerung der vokale, oder die verdoppelung der konsonanten abschaffen möchte. Ganz im gegenteil, ich halte dies für wunderbare aussprachehilfen, vor allem für ausländer, die deutsch lernen. Inzwischen habe ich schweizerische eszett-banausin sogar den sinn dieses  deutschesten aller deutschen buchstaben eingesehen und soweit verinnerlicht, dass ich, wenn ich wieder einmal aus lauter gewohnheit 'gross' mit zwei 's' geschrieben habe, kurz davor bin, das "..oss" genauso zu lesen wie in "boss"... . *)

Aber die deutsche regelung für groß- und kleinschreibung,  meine lieben, die halte ich nun wirklich für nichts weiter als eine schikane. Da schwitzen in schulzimmern unzählige deutsche, schweizerische und österreichische primarschüler  blut und wasser (sadistisch veranlagte lehrer hecken gerne besonders schwere diktate aus). Und auch fremdsprachige, die deutsch lernen, haben ihre liebe mühe damit.  Muss das sein? Warum kommen alle anderen sprachen ohne diese zusätzliche schikane aus? Sind deutschsprachige dümmer als andere leut? Brauchen wir eine extra-hilfe zur unterscheidung der nomen von anderen vokabeln? Oder sind wir am Ende besonders gscheit? Sind großbuchstaben die schriftsprachliche manifestation der deutschen gründlichkeit?

"Es ist nun mal so, war immer so, ist eine eigenheit der deutschen sprache", mögen die einen sagen. Ich bin auch dagegen, alles althergebrachte einfach über den haufen zu werfen und mit lieb gewonnenen traditionen zu brechen. Aber die 97 (!) duden-regeln zur gross- und kleinschreibung auf zwei zu reduzieren (satzanfang und eigennamen-  wenn überhaupt, viele sprachen kommen gut ganz und gar ohne majuskeln aus) würde doch nun wirklich niemandem etwas schaden. Aber vielen deutsch-lernenden das leben ein klein wenig leichter machen. Und auf die gesprochene sprache hat es ohnehin keinen einfluss.

Nimmt mich doch jetzt mal wunder, was meine leser/innen zu diesem thema meinen. Bitte mitmachen - die umfrage ist anonym,  es braucht kein name angegeben zu werden, einfach nur auf ja oder nein klicken und dann auf "Abstimmen". Wer mag, teilt den blogbeitrag auf fb, damit möglichst viele ihre stimme abgeben können.

ich bin für die abschaffung der deutschen groß- und kleinschreibung:
oder Resultate


*) Wenn deutsche genauso viel wert auf die aussprachliche unterscheidung von  'das' und 'dass' legten, bräuchte es keine extra face-book gruppe, die sich mit dem thema beschäftigt ;) 

PS: farblich und fett hervorgehobene wörter führen zu vertiefenden oder erklärenden oder ähnlichen links - also bitte drauf klicken (keine werbung!)

NACHTRAG (10.7.):  Erst jetzt, ich schäme mich ein wenig, habe ich bemerkt, wie blöd die Fragestellung für die Abstimmung war. Wie soll man denn um Himmels Willen schreiben, wenn weder groß  noch klein?? Erstaunlich, dass noch nirgendwo jemand darauf hingewiesen hat, noch nicht einmal die Profis aus den Sprach-Blogs und -Gruppen....

NACHTRAG NR: 2 (14.7.) Zur Veranschaulichung der Komplexität der Groß - und Kleinschreiberegeln auch (und insbesondere) für Lektoren/Korrektoren, sei auf diese erleuchtende Seite verwiesen, die wohlgemerkt nicht eine einzelne Regel, sondern nur die Anwendung derselben in einem einzigen Ausdruck erklärt. Eine von 97 Regeln in einem einzigen Anwendungsfall!!!! Hier der Link: http://www.korrekturen.de/kurz_erklaert/recht_haben_oder_recht_haben.shtml (Übrigens auch sonst eine in jeder Hinsicht empfehlenswerte Seite, sie hat mir schon manchen Fehler vermeiden helfen und bringt immer wieder kleine Häppchen erhellende Aufklärung über undurchsichtige Sprachregeln).

Donnerstag, 5. Juli 2012

Lese-Gen

Ja, stellt euch vor, ich hab es noch: Mein allererstes Buch, in Zürcher Dialekt (ja, Zürcher, liebe Deutsche, Züricher ist falsch, es heißt Zürcher, auf Schweizer Hochdeutsch). Damals lernte man in der ersten Klasse nur Mundart lesen und schreiben, erst ab der zweiten Klasse wurde dann Schriftdeutsch gelehrt und gesprochen.  Ich habe das Buch Ende der ersten Klasse zum Geburtstag erhalten, war also sechs Jahre alt. Natürlich hatte ich vorher schon Bilderbücher, dies war das erste, das wie ein richtiges Buch aussah und das ich selber las - stolz wie eine Königin. Es war der Beginn einer großen Leidenschaft und eine Leseratte war geboren.

Ich weiß  nicht mehr, wann ich angefangen habe, unter der Bettdecke zu lesen (mehr als einmal hat die Glühlampe ein Loch ins Leintuch gebrannt). Warum? Damit die Eltern von draußen nicht sahen, dass Licht im Zimmer war. Ich sollte ja schlafen. Manchmal ließ ich die Beleuchtung im Korridor an, legte mich auf den Boden und las bei dem Streifen Licht, der unter der Tür herein schien. Später las ich, statt zu lernen. Dann verschwand das Buch blitzschnell unter Heften und Schulbüchern, wenn die Mutter zur Tür herein kam. Ich musste immer etwas zu Lesen haben. Beim Frühstück las ich jeden Tag die Aufschrift auf der Forsanose-Büchse. Immer das Gleiche. Forsanose gibt es schon lange nicht mehr, das war ein Kakaogetränk, welchem ich verdanke, dass ich das Wort Rekonvaleszenz viel früher lesen und schreiben konnte, als ich es verstand.