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Samstag, 11. Mai 2013

Schilda - äh, Lissabon: einmal pinkeln für 3 Euro 49

Eigentlich ist es ja keine schlechte Idee, durch Bußen für Verstöße gegen die Reinheit erstens zu einer saubereren Stadt und zweitens zu Geld zu kommen - gefällt mir besser als Steuererhöhungen und Rentenkürzungen.

So wurden also gestern Abend  in den portugiesischen Fernsehnachrichten die Bußen für Stadtverschmutzung bekannt gegeben. Liegen gelassene Hundekacke  kostet von 70 bis 730 Euro, und Müll auf die Straße werfen von 25 bis 97 Euro. 


Und: einmal Pinkeln kostet 3 Euro 49. Genau. Nichts von bis, sondern genau 3 Euro 49. Sie haben das nicht nur gesagt sondern es stand auch in deutlichen Ziffern auf dem Bildschirm.


Würde mich schon interessieren, wie die auf diesen bemerkenswerten Betrag kommen. Sieht ganz so aus, als ob da komplizierte Kalkulationen dahinter stecken. Da wurde bestimmt eine Kommission eingerichtet, in welcher eine Menge von überbezahlten Söhnen und Töchtern und Nichten und Neffen  von Parlamentariern und Abgeordneten diese Beträge in langwierigen Denkprozessen erarbeiteten. Aber trotzdem sei die Frage erlaubt: warum in aller Welt ist das so billig? Hier könnte man doch bei diesem Volk von Straßenpinklern mal so richtig absahnen! Bestand vielleicht die Kommission etwa nur aus Söhnen und Neffen, die befürchteten, ihr Luxusgehalt fürs Pinkeln verschwenden zu müssen? Oder geht es einfach nach Angebot und Nachfrage?  Die Tomaten kosten schließlich auch am wenigsten, wenn es die meisten gibt. Vielleicht haben die Angst, die Pinkler würden bei höheren Bußen auf Toiletten ausweichen und die Stadt um ihre Einnahmen und die Ordnungshüter um das Ein-Cent-Trinkgeld prellen. Oder - halt - ginge das eventuell unter Korruption, wenn sie aus Mangel an Kleingeld diesen Cent einbehalten würden? Fragen über Fragen. 

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Dienstag, 5. Februar 2013

Iberische Botschaften


Reblogged this from  Uhupardo :

Hallo Deutsche, hört mal einen Moment zu, bitte!



* erstellt von Mitgliedern der Bügerrechtsbewegung 15-M


Und hier nochmal die schon etwas ältere, aber nicht weniger sehenswerte Botschaft der Portugiesen an die Deutschen vom letzten November:


 
Leider weiß ich nicht, wie man das so schön groß hier reinkriegt wie das von Uhupardo. Kann mir jemand behilflich sein?


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Sonntag, 3. Februar 2013

aushalten

Das sagte   Fernando Ulrich - Präsident der BPI, einer der Banken, die im Zuge der Bankenkrise kräftig geholfen wurden (der Fallfehler ist Absicht und entspricht portugiesischer Grammatik), und die im Jahr  2012 einen Gewinn von 249 Millionen Euro einfuhr:


Ich werde versuchen, die Erläuterungen Ulrichs möglichst wörtlich  zu übersetzen:

Der erste Teil, der aus einer Rede von Ende 2012 stammt, ist hier abgekürzt, aber ich übersetze die Origialfassung

"Wenn man fragt, ob das Land noch mehr Sparpolitik aushält, ai es hält aus, es hält aus! Es hält aus, es hält aus  Es gefällt uns nicht aber es hält aus. Aber es hält aus. ..............

Jetzt geht er noch weiter: 

Wenn die Griechen eine Einbuße des BSP von 25 % aushalten, warum sollen es die Portugiesen nicht aushalten? Wir sind alle gleich, oder nicht? Wenn Sie auf der Straße rumgehen, und - und leider treffen wir Obdachlose warum soll mir das nicht passieren können? Das kann uns auch passieren! Und wenn diese Menschen die wir da auf der Straße sehen und die so viel leiden, wenn die es aushalten, warum sollen wir es nicht aushalten?...........

Ich will ja gar nicht wissen, wieviel dieser Mann verdient, ich befürchte, mir würde dann noch übler. Wenn das überhaupt noch möglich wäre. Und ich, die ich noch nie einem Menschen etwas Schlechtes gewünscht habe weil das einfach gegen meine maneira de ser (="Art zu sein") wäre, ich wünsche dem Mann von ganzem Herzen, dass ihm passiert, was er sagt, es könnte ihm auch passieren, in der festen Überzeugung, dass es ihm bestimmt nie passieren wird.

Montag, 7. Januar 2013

keine spar - kassen ........


Neue Kassen müssen her. Teure Computerkassen.  Denn ab 1. Januar 2013 muss jedes noch so kleine Kaffee, Restaurant, jede 'tasca' oder 'bar' in Portugal einen Computer besitzen, der jedem danach Fragenden eine steuerlich verwertbare Rechnung ausdruckt.


Das bedeutet, dass dann am Morgen in der 'pastelaria' der Geschäftsmann eine bica zu 60 oder 70 Cent trinkt und dafür eine 'fa(c)tura' verlangt, worauf die/der Angestellte verpflichtet ist, die Daten des Kunden in der Computerkasse abzuspeichern, inklusive Steuernummer. Auch wenn man davon ausgeht, dass die Kassen die einmal eingegebenen Angaben speichern und es deshalb beim nächsten Mal wenigstens bei Stammkunden etwas schneller geht: man kann sich den Stau vorstellen, den solche Manöver verursachen. 

Bleiben wir bei dieser kleinen Pastelaria, die übrigens vor einem guten Jahr eine neue supermoderne Kasse mit Touchscreen gekauft hat, die zwar ebenso teuer war, aber leider nicht nachrüstbar ist, diese Pastelaria, die seit einem halben Jahr statt 13 happige 23 % Mehrwertsteuer bezahlen muss und dank der Krise trotz der Tatsache, dass sie die Preise nicht angepasst hat, noch weniger Gäste hat als vorher, weil viele von diesen aus dem Mittelstand in direkt die Armut gefallen sind; diese Pastelaria hat jetzt also weitere eineinhalbtausend Euro zu bezahlen für die neue Kasse, die jedoch frühestens im März geliefert wird, denn die Dinger sind landesweit ausgegangen. 

Und was soll sie jetzt bis März? Zero tolerância - schreit das 'governo' und schickt schon mal die 'fiscais' auf die Gasse. Und da die neuen Richtlinien besagen, dass die Kopien der ausgedruckten Talons - mit oder ohne Steuernummer -  jeweils bis zum 15. nächsten Monats beim Finanzamt liegen müssen - also ..... was soll man da jetzt machen? 3 Monate schließen? Auf das Carnaval-Geschäft verzichten, das die Betriebe bis zu Ostern mehr schlecht als recht über Wasser hält? Und die Angestellten? Müssen ja trotzdem bezahlt werden! Also wie bitte soll das gehen?

Ach ja - übrigens, die Kassen aller estabelecimentos, die im letzten Jahr über 100'000 Euro Umsatz gemacht haben, müssen sogar direkt mit dem Finanzamt verbunden sein!! Im Vorjahr waren es noch 125'000 Euro. Nächstes Jahr werden es voraussichtlich 80'000. Also aufgepasst, dass man Kassen beschafft, die auch diese Funktion vorsehen - bald gilt die Vorschrift ohne Limit.

Ach ja - noch ein Übrigens: Der Staat fordert lautstark in Werbeclips den Bürger auf, immer und überall eine Rechnung zu verlangen. Und wenn er Rechnungen im Wert von 25'000 Euro (mehr als ein doppeltes Durchschnitts-Jahresgehalt!!*) präsentiert, erhält er einen Steuernachlass von 250 Euros. Na dankeschön. Ich hoffe nur, Zé Povinho rechnet nach und fängt nicht einfach aufs Geratewohl an, wild zu sammeln.

Wenn es nicht zum Heulen wäre, wenn die Situation vieler Portugiesen nicht so verzweifelt wäre, könnte man darüber lachen. Oh - da fällt mir noch was ein: die alten Kassen, die müssen natürlich genauso eingeschrottet werden wie damals die Fischkutter. Nur dass jene Fischer dafür von der EU 'entschädigt' wurden - wahrscheinlich ging es darum, die Fangquoten gewinnbringender zu verteilen. Heute nun, nachdem jene Fischer ihre Entschädigung längst aufgebraucht haben und nicht einmal mehr Arbeitslosengeld kriegen, sollen die Besitzer unserer 'estabelecimentos' und ihre Gäste und alle Zé Povinhos Portugals durch solche "medidas de austeridade" das "Haushaltsdefizit" derjenigen, die den ganzen Schlamassel verursacht haben  an diejenigen, die vermutlich seit jeher von diesem Schlamassel profitieren, bezahlen ....


*) Hier ein Link zu einer deutschsprachigen Seite, die Löhne und Lebenshaltungskosten vom letzten März auflistet: «ba - Arbeiten in Portugal»

Was mich jetzt wirklich wunder nimmt: Ist das überall  so mit den Kassen und dem ganzen Überwachungssystem? Oder spielt Portugal auch hier wieder den Superstrebermusterschüler Europas, der alles abschaut und dann noch viel besser machen will als die anderen, ohne Rücksicht auf nationale Besonderheiten?


Portugiesische Wörter, Aussprache und Bedeutung:

tasca (taschka):                                         kleine Kneipe, Snackbar
estabelecimento: (schtabelessimentu)            (gast)gewerblicher Betrieb
pastelaria:   (paschtelaria)                           Konditorei
bica:   (bika)                                              Kaffee (siehe «bicalogie»)
governo:                                                    Regierung
fiscais: (fischkaisch)                                   Kurzform für Steuerfahnder

Donnerstag, 22. November 2012

Medien als Waffen

Wenn ich auf die Berichterstattung aus Israel und dem Gazastreifen (oder auch Syrien und zuvor Libyen) schaue, befürchte ich wirklich, eine der schlimmsten Waffen seien heutzutage die  Medien.

Keiner weiss mehr, was ganz wahr ist und was halb und was gar nicht. Wo bewusst gelogen, gefakt, über- oder untertrieben, falsch Partei ergriffen wird. Zum Teil lassen sich die Medien vermutlich ganz bewusst als Waffen einsetzen - aber oft merken sie wahrscheinlich nicht einmal selber, dass sie nur benutzt werden. Geschweige denn der Nachrichtenkonsument....

Mir macht das Angst, dass man sich seine Meinung aufgrund manipulierter und manipulierender Berichte bilden muss.

In einem Krieg verlieren immer alle sich bekriegenden Parteien. Die einzigen wirklichen Sieger sind die Waffenindustrie und andere Kriegsgeschäftemacher und irgendwelche gierige Machtmenschen. Um das zu erkennen, braucht man keine Verschwörungstheorien.

Zurückkehrend  zum Thema Gaza/Israel noch eine Bemerkung einer politisch und wirtschaftlich nicht durchblickenden Bloggerin: 

Menschenwürde und ein international anerkannter Staat für Palästina
= Sicherheit für Israel =  Frieden.

Das kann doch nicht so schwer sein!



PS: Kann es sein, dass die sich mehrenden Kriege der angeschlagenen Wirtschaft in den USA und Europa gerade recht kommen? Das Wachstum wieder ankurbeln?


Mittwoch, 14. November 2012

(Wirtschafts)-System


Ich werde mich nun trauen, zwischendurch mal unter dem Label "unqualifizierte Zwischenbemerkung" einen Kommentar zu Dingen abzugeben, von denen ich eigentlich nichts verstehe....

Unqualifizierte Zwischenbemerkung Nr. 1 - 
(Wirtschafts-) System

Wenn alle schon alles haben, was sie nicht brauchen - wie kann da unser (Wirtschafts-) System, das auf Wachstum basiert, weiter funktionieren? 

Auch wenn wir, nachdem wir die dritte Welt zu Ende ausgesogen haben, diese aufpäppeln und ihnen den Mist, den wir ihnen jetzt schon als Müll aufhalsen, in neu verkaufen - eines Tages haben auch die alles...


Na ja - in der Zwischenzeit werden die Chinesen und die Inder wahrscheinlich auch gemerkt haben, dass sie ihr Land und ihre Bevölkerung zu Tode billigproduzieren und haben die Drecksarbeit dann in die noch verbleibenden "Entwicklungsländer" verlagert.

Gut möglich, dass der ganze umweltkillende Giftmüll bis dahin dafür gesorgt hat, dass es gar kein "System" mehr braucht.....

Damit das mit der Weltvermüllung noch schneller geht, dafür sorgen wir, indem wir, um das Wachstum zu garantieren, die Dinge einfach noch kurzlebiger machen:




Ich weiß keine Lösung, bin nicht qualifiziert, ich sehe nur, dass es nichts bringt, wenn man auf Teufel komm raus und ohne Rücksicht auf Verluste versucht, dieses eh ungerechte und schon marode System zu retten.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Gaspar der Kaspar

Der Witz ist zwar schon ein paar Tage alt, aber da  ich erst jetzt das Youtube-Video gefunden habe, liefere ich ihn hier nach.

Der Mann, Portugals Finanzminister Vítor Gaspar, antwortet hier auf die Frage, warum er die Aufgabe als Finanzminister in der Regierung von Premierminister Pedro Passos Coelho angenommen hat:



«Meine Beteiligung in der Regierung hat als einzigen Zweck, dem Land die enorme Investition zurückzugeben, die es in meine Bildung getätigt hat. Meine Ausbildung war außergewöhnlich teuer, und Portugal hat in sehr großzügiger Weise während einiger Jahrzehnte in meine Ausbildung investiert und es ist Verpflichtung, es ist meine Verpflichtung, zur Verfügung zu stehen, dieses Geschenk, das Portugal mir gegeben hat zurück zu geben.»

(Der Mann hat übrigens an einer privaten Elite-Universität studiert, ohne Stipendium.....)

Ach - und ja, und der spricht immer so, echt  !!!! 

Den verbalen Ausrutscher, den sich sein spanischer Kollege geleistet hat, sollte man sich auch nicht entgehen lassen:  http://uhupardo.wordpress.com/2012/10/23/das-ist-der-sozialste-staatshaushalt-in-der-geschichte/

Zumindest mitgemischt hat der Kasperl auch bei in folgenden Beiträgen behandelten Themen:
- der letzte 5. Oktober oder: zunderobsi
- Zé Povinhos Teilerfolg 
- Wer nichts hat dem wird genommen
- Bodenlose Frechheit

Dienstag, 9. Oktober 2012

Der letzte 5. Oktober. Oder: zunderobsi


Seit am 5. Oktober 1910  nach einem Staatsstreich die Monarchie abgeschafft und die Republik ausgerufen wurde, feiern Portugiesen am 5. Oktober die "Implantação da Republica".


Das heißt, feierten. Denn am letzten Freitag war der letzte. Ab jetzt ist der 5. Oktober ein normaler Arbeitstag. Das ist nur eine der Maßnahmen der Austeridade (Gürtelkannnichtmehrengergeschnalltwerdenaberwirdesdoch-Politik) und soll dem Staat ich weiß nicht wieviele Millionen einsparen...

Wie zunderobsi (das ist ein schweizerdeutscher Ausdruck und bedeutet, dass etwas total aus den Fugen, das "untere" nach "oben" geraten ist) in Portugal im Moment alles ist, hat unser "Presidente da República" gleich selber bewiesen. Er hat nämlich die Fahne zur Feier dieses letzten fünften Oktobers verkehrt rum aufgehängt. Und es - wie es scheint - nicht einmal gemerkt.

Weiter sieht man in diesem Video, wie schlecht es den Portugiesen wirklich geht. Da stürmt nämlich eine mutige ältere Frau schreiend die Feier und macht ihrer grenzenlosen Verzweiflung über ihre Arbeitslosigkeit, über ihre unverschuldete plötzliche Armut Luft.

Und während in Griechenland Steine fliegen und Fahnen angezündet werden, SINGT hier eine andere mutige Portugiesin ihren Frust über die Regierung in den höchsten Arien-Tönen in die Feier hinein! Schaut's euch an!


Portugiesen sind ein sehr langmütiges und friedliebendes Volk. Die Nelkenrevolution 1974 hat nicht mit Toten sondern mit roten Nelken einer über 40-jährigen Diktatur ein Ende gesetzt. Und jetzt hört man allerorts "chega!" (ausgesprochen: scheeega). Es reicht! Und wenn nötig singen wir unsere Regierung in Grund und Boden. (Ach wenn man doch davon ausgehen könnte, dass nachher etwas Besseres käme....)

Samstag, 8. September 2012

Portugal: wer nichts hat dem wird genommen

Gerne wollte ich etwas zu diesem Thema schreiben. Ich kann es mir sparen, denn besser als im nachstehen Beitrag kann ich es nicht. Um den ganzen Originalartikel bei Uhupardo zu lesen, einfach auf das Bild klicken.

Portugal senkt im Handstreich die Löhne aller Bürger des Landes

 

Sonntag, 13. Mai 2012

bodenlose Frechheit

Was sich da unser Premierminister geleistet hat, ist eine bodenlose Frechheit und ein Schlag ins Gesicht aller portugiesischen Bürger, die sich gerade mit stoischer Gelassenheit und schicksalsergeben vom Staat die letzten Cêntimos aus den Taschen ziehen lassen. Während tausende von kleinen Betrieben in Konkurs gehen und noch viel mehr Privatpersonen, während jeden Tag mehr Menschen, denen es vor kurzem noch gut ging, bei den Mittagstischen der Wohltätigkeitsorganisationen auftauchen - wobei auch letztere schon an den Grenzen ihrer Möglichkeiten angelangt sind - während unzählige Menschen ihren Job verlieren, oftmals Ehepaare, die im gleichen Betrieb gearbeitet haben - und und und

sagt unser lieber Herr Premierminister:

Kündigen oder gekündigt werden muss kein Stigma sein, es muss auch eine (gute) Gelegenheit darstellen, das Leben zu ändern.

Ohne weiteren Kommentar. Nur eins: ich wünsche dem Premierminister von Herzen eine (gute) Gelegenheit, sein Leben zu ändern.

Dienstag, 28. Februar 2012

Ipotz und Protz


Aufgepasst: Dieses Rätsel können auch Leute lösen, die absolut nichts mit der portugiesischen Sprache am Hut haben ;)


Da ich heute in «portugiesischvokabel» über die weitgehende Abwesenheit des Vokals 'e' in der portugiesischen Aussprache spreche, möchte ich hier ein kleines Pausenrätsel vorstellen.

Ipotz und Protz - genau so hören sich  für deutsche Ohren zwei ziemlich geläufige portugiesische Wörter an. Man kann auch ganz ohne Portugiesischkenntnisse auf die Bedeutung kommen, muss wie gesagt nur wissen, dass unbetonte 'e's nicht ausgesprochen werden. Ach ja, es gibt es noch paar h-Laute, die auch nur schriftlich existieren.  Es sind beides Begriffe, die wir als Fremdwörter auch im Deutschen kennen. Das eine davon ist so geläufig, dass es schon gar nicht mehr als Fremdwort gilt und mir auf die Schnelle gar keine germanische Entsprechung einfällt. Aber auch dem anderen begegnet man  im Deutschen sehr häufig.

Eine kleine Hilfe noch: die Wörter stammen ursprünglich aus einem Land, in dem die Politik der Austeridade (ausgespr. 'auschteridahd'  = GürtelderKleinverdienerimmernochengerschnallPolitik) weniger widerspruchslos und autoritätsergeben angenommen wird als in Portugal, obwohl sie dort wahrscheinlich bedeutend mehr selbst verschuldet ist als hierzulande.....